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den Bau der Brücke bieten sich verschiedene Verfahren an. Ursprünglich
wurde der Überbau von Brücken fast nur von einem Gerüst (Lehrgerüst)
aus hergestellt. Es diente dazu, Bogenelemente zusammenzufügen, bis
der Bogen vollendet und damit selbsttragend war. Später kam das Lehrgerüst
auch im modernen Brückenbau in Einsatz, verlor aber immer mehr an Bedeutung,
je größere Weiten überspannt wurden. Vor allem der Spannbeton
eröffnete dann dem modernen Brückenbau eine Reihe neuer Bauverfahren.
Taktschieben, Freivor- und Fertigbau
Heute stehen den Ingenieuren diverse Verfahren zur Verfügung. Beim
Freivorbau wird von einem Pfeiler aus der Überbau, gleichzeitig nach
beiden Seiten ohne Hilfsunterstützung, vorgebaut. Beim Taktschiebeverfahren
wird Stück für Stück des Überbaus an einem Ende der
Brücke hergestellt und dann jeweils um ein Teilstück in Brückenlängsachse
vorgeschoben. Bei der dritten Alternative, der Fertigteilbauweise, werden
Fertigteilbalken vor allem für den Bau kürzerer Brücken
und dort eingesetzt, wo über Verkehrswegen (Autobahn, Eisenbahn)
nur schwer ein Lehrgerüst aufgebaut werden kann und besondere Terminzwänge
bestehen. Die Fertigteile werden in einer Fabrik hergestellt und als Schwertransport
auf die Baustelle gebracht.
Die Fahrbahnplatte wird immer an Ort und Stelle betoniert, um ein homogenes
Gesamtbauwerk mit guter Befahrbarkeit (ohne Fugen) zu gewährleisten.
In speziellen Fällen werden Brücken nach seitlicher Herstellung
in ihre endgültige Lage verschoben.
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