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mit seiner Höhe von 161 m zu den höchsten Kirchtürmen der
Welt, gehörende Turm des Ulmer Münsters erreicht nicht die Höhe
der höchsten deutschen Brücke, der Kochertalbrücke Geislingen
im Hohenloher Land, die 185 m hoch über die Kocher führt. Die
längste Brücke Deutschlands ist die Hochstraße Elbmarsch
auf der A7 mit einer Länge von 4.359 m. Die größte Spannweite
zwischen zwei Brückenpfeilern weist mit 500 m die Rheinbrücke
Kleve-Emmerich auf. Diese Brücke über den Rhein ist eine echte
Hängebrücke.
142 m weniger Spannweite weniger hat die Fleher Brücke (bei Düsseldorf),
eine Schrägseilkonstruktion, deren Pylon in Form eines auf dem Kopf
stehenden "Y" 146,5 m hochragt. Dass auch mit kleineren Pylonen
große Spannweiten erreicht werden können, zeigt die Talbrücke
"Oberer Argen" in der Nähe von Ravensburg. Mit den Seilen
an ihrem 55 m hohen Mast kön-nen dank einer genialen Kombination
von Überspannung und Unterspannung 258 m eines Rutschhangs ohne Stützen
überbrückt werden.
Auch ohne Seilabspannung werden große Weiten erreicht. Sie sind
oft wegen geografischer oder geologischer Gegebenheiten notwendig. Dank
großer Spannweiten stört dann kein Pfeiler landschaftlich reizvolle
Täler und sensible Flußauen. Wenn es erforderlich ist, können
neben den Seil- und Hängebrücken auch Bogenkonstruktionen über
große stützenlose Weiten führen. Das Tal der Wilden Gera
in Thüringen wird im Verlauf der neuen Bundesautobahn Erfurt - Schweinfurt
durch einen Stahlbetonbogen mit 252 m Weite überragt. Der Stahlbetonbogen
ist der bundesdeutsche Rekordhalter bei Bogenbrücken, die oft besonders
ästhetisch wirken.
In der Ausstellung sind die zwischen 1135 und 1146 gebaute "Steinerne
Brücke" in Regensburg, eine der ersten richtigen Großbrückenbauten
in Stein des europäischen Mittelalters, ebenso wie die 1325 gebaute
"Krämerbrücke in Erfurt" - die deutsche Schwester
des florentinischen "Ponte Vecchio" - und die älteste deutsche
Seilbrücke, eine Kabel-hängebrücke, die seit 1897 in Langenargen
(Bodensee) mit 72 m den Argen überspannt, zu sehen.
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